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Etikettenmaterial und Druckverfahren richtig wählen

Ein Etikett ist nur so gut, wie es lange lesbar bleibt. Ob ein Versandetikett nach einer Woche oder ein Typenschild nach zehn Jahren noch lesbar ist, entscheidet die Kombination aus Druckverfahren, Etikettenmaterial und - beim Thermotransfer - Farbband.

Thermodirekt: ohne Farbband

Beim Thermodirektdruck erhitzt der Druckkopf ein speziell beschichtetes Etikettenpapier. Die Beschichtung färbt sich an den erhitzten Stellen schwarz.

Vorteile: kein Farbband nötig, einfache Handhabung, günstige Verbrauchskosten. Nachteile: Der Druck verblasst durch Licht, Wärme, Reibung und Weichmacher. Höherer Druckkopfverschleiß, weil der Kopf direkt auf dem Etikett läuft. Die SQUIX-Modelle mit „.3“ in der Bezeichnung (SQUIX 4.3, 6.3 und 8.3) haben einen Dickschichtdruckkopf, der besonders bei reinem Thermodirektdruck auf eine längere Lebensdauer ausgelegt ist.

Geeignet für: Versandetiketten, Kommissionieretiketten, Kassenbons, Frischware mit kurzer Haltbarkeit.

Thermotransfer: mit Farbband

Beim Thermotransferdruck schmilzt der Druckkopf Farbe von einem Farbband (Thermotransferfolie) auf das Etikett.

Vorteile: licht-, abrieb- und je nach Farbband chemikalienbeständiger Druck; viele Materialien bedruckbar (Papier, Folie, Textil); verschiedene Farben möglich. Nachteile: Farbband als zusätzliches Verbrauchsmaterial.

Geeignet für: Produkt-, Wein-, Lebensmittel- und Typenschildetiketten, Kennzeichnungen mit langer Lebensdauer.

Alle CAB Etikettendrucker beherrschen beide Verfahren.

Das passende Farbband

Beim Thermotransfer muss die Folie zum Etikett passen: Wachs für Papier, Wachs/Harz als Allrounder für Papier und viele Folien, Harz für Kunststofffolien und extreme Beanspruchung. Ein Wachsband auf Folie lässt sich wegwischen, Harz haftet auf Papier schlecht. Ausführlich erklärt mit Tabelle und Schnellauswahl: Auswahl Thermotransferfolie.

Etikettenmaterialien im Überblick

  • Papier (ungestrichen/gestrichen): günstig, für Innenanwendungen. Gestrichenes Papier liefert ein schärferes Druckbild.
  • Strukturpapier / Naturpapier: hochwertige Optik für Wein und Feinkost. Unbedingt mit dem Farbband testen.
  • Polypropylen (PP): reißfest, feuchtigkeitsbeständig - für Kosmetik, Getränke, Kühlware.
  • Polyethylen (PE): flexibel - für gewölbte, quetschbare Behälter wie Tuben.
  • Polyester (PET): sehr beständig gegen Hitze, Chemikalien und UV - für Typenschilder und Industrie.
  • Textilbänder: für Pflege- und Wäscheetiketten.

Auch der Kleber zählt

Ein Etikett kann noch so gut bedruckt sein - wenn es abfällt, nützt es nichts. Für Tiefkühlware, raue oder feuchte Oberflächen, kleine Radien (z. B. Kabel oder Röhrchen) und abziehbare Etiketten gibt es spezielle Klebstoffe. Planen Sie das bei der Etikettenbestellung mit ein.

Unser Tipp: Testen

Bevor Sie große Mengen bestellen, drucken Sie Muster mit Ihrem Etikett und Farbband und testen Sie sie unter echten Bedingungen: im Kühlschrank, im Eiskübel, an der Maschine. Fragen Sie uns gerne - wir beraten Sie zur passenden Kombination.

→ Auswahl Thermotransferfolie · Etikettendrucker

Häufige Fragen

Ja, mit Thermodirektetiketten. Alle CAB Drucker lassen sich auf beide Verfahren umstellen.
Wahrscheinlich drucken Sie im Thermodirektverfahren. Für länger haltbare Etiketten auf Thermotransfer mit passendem Farbband umsteigen.
Meist Wachs/Harz - es ist nassfest und kratzbeständig. Bei Strukturpapieren empfiehlt sich ein Test. Mehr dazu in der Auswahl Thermotransferfolie.