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Welche Druckauflösung brauche ich: 203, 300 oder 600 dpi?

„dpi“ steht für dots per inch, also Bildpunkte pro Zoll (25,4 mm). Bei einem Etikettendrucker entspricht das der Anzahl der Heizelemente auf dem Druckkopf. Mehr Punkte bedeuten feinere Schrift, schärfere Kanten und kleinere lesbare Barcodes - aber auch einen teureren Drucker und Druckkopf.

Die drei Auflösungen im Vergleich

203 dpi 300 dpi 600 dpi
Punkte pro mm ca. 8 ca. 12 ca. 24
Punktgröße ca. 0,125 mm ca. 0,085 mm ca. 0,042 mm
Kleinste gut lesbare Schrift ca. 6 pt ca. 4 pt ca. 2 pt
Typische Etiketten Versand, Palette, Lager Produkt, Lebensmittel, Wein, Typenschild Elektronik, Labor, Kleinstetiketten
Druckgeschwindigkeit hoch hoch meist halbiert


Die Werte für die Schriftgröße sind Richtwerte und hängen von Schriftart, Material und Farbband ab.

203 dpi - der Standard für Logistik

Für Versandetiketten, Adressen, große Barcodes und Palettenetiketten reicht 203 dpi vollkommen. Die Drucker sind günstiger, schneller und der Druckkopf ist preiswerter. Nicht geeignet ist 203 dpi für kleine Schrift, feine Logos oder kleine 2D-Codes.

Modelle: SQUIX 4.3/200, SQUIX 6.3/200, MACH 4.3S/200, EOS2/200 und EOS5/200

300 dpi - der Allrounder

300 dpi ist für die meisten Betriebe die beste Wahl. Logos werden sauber, Zutatenlisten bleiben lesbar und auch DataMatrix- oder QR-Codes in kleineren Größen funktionieren zuverlässig. Für Weinetiketten empfehlen wir grundsätzlich mindestens 300 dpi.

Modelle: SQUIX 4/300, SQUIX 4.3/300, MACH 4S/300, MACH 4.3S/300, EOS2/300, EOS5/300, XC Q

600 dpi - für feinste Details

600 dpi braucht es, wenn Etiketten sehr klein sind: Leiterplatten, Elektronikbauteile, Laborröhrchen, Schmuck oder Kabel. Auch sehr feine Grafiken profitieren davon. Der Preis dafür: Drucker und Druckkopf sind teurer und die maximale Druckgeschwindigkeit ist in der Regel niedriger (z. B. 150 statt 300 mm/s beim SQUIX 4).

Modelle: SQUIX 4/600, SQUIX 2/600, MACH 4S/600

Unsere Empfehlung

  • Nur Versand und Logistik → 203 dpi
  • Produktetiketten mit Logo, Lebensmittel, Wein → 300 dpi
  • Sehr kleine Etiketten oder Codes → 600 dpi

Im Zweifel lieber 300 als 203 dpi: Der Aufpreis ist überschaubar, und Sie sind für künftige Etiketten gerüstet.

Häufige Fragen

Nein. Die Auflösung ist durch den Druckkopf festgelegt. Ein Drucker mit 203 dpi lässt sich nicht durch einen 300-dpi-Druckkopf aufrüsten.
Ja, feine Details und kleine Schrift werden gröber dargestellt. Die Etikettensoftware rechnet das Layout um, die Qualität hängt aber von der physischen Auflösung ab.
Für QR-Codes ab ca. 15 × 15 mm reichen 203 dpi. Kleinere Codes sollten mit 300 oder 600 dpi gedruckt werden.